Kloster Bethlehem
Klarissen-Kapuzinerinnen
von der Ewigen Anbetung
Geschichte
Geschichte des Klosters Bethlehem

Feierliche Grundsteinlegung
am 13. September 1903
Die Gründung des Klosters Bethlehem ging im Jahre 1903 vom Mainzer Kapuzinnerinnenkloster aus. Das Mainzer Kloster "Maria Hilf" war 1860 in Anlehnung an das schweizer Kapuzinerinnenkloster Notkersegg entstanden. Zwischenzeitlich war die Mainzer Gemeinschaft durch reichlich Nachwuchs so herangewachsen, dass an eine Neugründung zu denken war. Nach vielen vergeblichen Versuchen erging im Januar 1902 an die Schwestern in Mainz die Einladung, in Koblenz-Pfaffendorf das neue Kloster der Anbetung zu gründen.
Mutter M. Ignatia von Hertling war zu dieser Zeit Oberin im Mainzer Kloster und unternahm mit drei Schwestern die Neugründung.
Nach Fertigstellung des Kloster-Neubaues
folgten sechs weitere Schwestern aus Mainz.
Am 17. Oktober 1904 wurde die Kirche feierlich konsekriert und dem Heiligsten Herzen Jesu geweiht. Die "Ewige Anbetung" wurde eröffnet.
An diesem Tag fand die erste Oberinnenwahl statt: Mutter M. Ignatia wurde zur Äbtissin gewählt.
Fünf Jahre lang leitete sie noch das erste Wachstum der jungen Gründung,
ehe sie am 27. März 1909 ihr Leben
in die Hände Gottes zurückgab.

Mutter M. Ignatia von Hertling


Klosterkirche in Melville/Südafrika
Beide Klöster (Melville und Swellendam)
existieren noch heute
Der Koblenzer Konvent war mit Nachwuchs gesegnet. Und so konnte bereits im Jahr 1931 der Bitte des Mariannhiller Missionsbischofes
um eine Neugründung in Melville/Südafrika nachkommen; es war das erste Anbetungskloster auf dem afrikanischen Kontinent.
Schon 22 Jahre später konnte
von Melville aus in Swellendam/Western Cape ebenfalls ein Kloster der Ewigen Anbetung gegründet werden.

Während des 2. Weltkrieges
drohte dem Kloster Bethlehem die Auflösung, welche jedoch durch die Übernahme von Wehrmachtsarbeit abgewendet werden konnte.
Die Schwestern nähten Krankenhauswäsche und besserten Militärpullover aus; etwa 24.000 Pullover gingen durch ihre Hände.
Beim Luftangriff am 21. November 1944 wurde ein Teil des Klosters zerstört.
Der schwere Angriff am 11. Dezember 1944 riss zwei Drittel des Klosters nieder. Nun mussten die Schwestern evakuiert werden.
Sieben Schwestern aus unserer Gemeinschaft fanden in diesem Krieg den Tod.


Kloster Bethlehem mit der danebenliegenden Villa Emmaus
Im April 1945 kehrten die ersten Schwestern ins zerstörte Kloster zurück um den Wiederaufbau zu beginnen, der mehr als 20 Jahre dauern sollte.
Nach neunjähriger Unterbrechung wurde die Klausur im November 1953 wieder geschlossen. Die Zahl der Schwestern wuchs rasch auf über 40 an.
Im Jahr 2004 konnte die Klostergemeinschaft mit großer Dankbarkeit auf die 100-jährige Geschichte des Klosters zurückblicken.
Immer wieder gab es bedrängende Zeiten; doch zu allen Zeiten gilt:

"Wer auf den Herrn vertraut,
steht fest wie der Zionsberg,
der niemals wankt,
der ewig bleibt."

(Ps 125,1).


Aufnahme des Klosters vom Garten aus